Landhaus-Brauerei Borchert | mit Friederike Köhl

Shownotes

Papa Ewald Borchert hat den Betrieb im Südlichen Emsland im Jahr 1997 – quasi aus einer Bierlaune heraus – gegründet. Tochter Friederike übernahm die Landhaus-Brauerei im Jahr 2026 offiziell.

Mit ihr spricht Martina Alfers bei einem Frisch-Gezapften über die Herausforderung, sowohl das Brauhaus zu führen als auch den Gastronomiebetrieb weiterzuentwickeln.

Und natürlich wird geschnackt über die Bierproduktion der Brau-Manufaktur und die vielen Angebote, die Gäste bei einem Aufenthalt in der einzigen Brauerei im Emsland unbedingt in Anspruch nehmen sollten.

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00:00:00: Die Hauptbierre und das Pilz sind die beiden, die seit jeher mit am Start sind.

00:00:05: Eben jetzt seit fast dreißig Jahren.

00:00:08: Und dann sind immer mal wieder neue Biere dazugekommen.

00:00:11: Manchmal auch wirklich ganz banal.

00:00:14: Also so dass Mandarina zum Beispiel ... Ich glaub der hat Papa einfach nur mal einen speziellen Hopfen.

00:00:20: dem Mandariner Bavaria einfach mit den Tank reingeschmissen, um zu gucken was dann bei der Kalkhopfung rauskommt.

00:00:26: Und sich dann gefreut hat er natürlich schon in Ansätzen von diesem Verfahren des Hopfenstopfens auch gehört und das wollte er dann halt unbedingt ausprobieren.

00:00:38: und dann hat er es halt so gemacht.

00:00:41: ähnlich war's mit dem Buchweizen dass er damals sehr spannend fand ob man nicht einfach mit einem Getreider aus der Region was machen kann.

00:00:53: Und das war dann einfach auch so eine gleiche Geschichte, ne?

00:01:07: Papa Ewald hat den Betrieb im südlichem Emsland im Jahr aber quasi aus einer Bierlaune heraus gegründet.

00:01:14: Tochter Friederike übernahm die Landhausbrauerei im Jahr und mit ihr spreche ich bei einem frisch gezapften über die Herausforderung sowohl das Brauhaus zu führen, als auch den Gastronomiebetrieb weiterzuentwickeln.

00:01:29: Und natürlich knacken wir über die Bierproduktion der Braumanufaktur und die vielen Angebote, die Gäste bei einem Aufenthalt in der einzigen Brauerei im Emsland unbedingt in Anspruch nehmen sollten!

00:01:40: Los

00:01:40: geht's!".

00:01:48: Dann Vater Ewald hat das Familienunternehmen im Jahr siebenneunzig gegründet?

00:01:52: Was hast du in deiner Kindheit von den Anfängen mitbekommen, Friederike?

00:01:56: Viel ich war neun.

00:01:59: Ich bin im kleinen Bollerby groß geworden, wie man sich das für ein Mädchen so erträumt.

00:02:07: Mein Opa war Viehändler und daraus... Das sind auch die Ursprünge des Gebäudes, dass die Brauerei aus den alten ehemaligen Stallungen besteht.

00:02:19: Papa hat die Vieh-Handlung nicht übernommen, aber wir hatten einfach immer Pferde.

00:02:22: Das heißt, wir hatten die ganze Wiese den ganzen jetzigen Biergarten voll stehen mit Pferden und die Brauerei waren Pferdestallungen.

00:02:31: dementsprechend könnte euch hervorstellen wie glücklich ich war mit neun als dann alle Pferd wegkam für eine Brauerei sogar nicht.

00:02:40: Der Mädchentraum ist geplatzt.

00:02:41: Aber sowas von ja.

00:02:43: also begeistert war ich da im ersten Moment natürlich Nee, nicht die Bone.

00:02:49: Das glaube ich dir!

00:02:50: Und was war dann für dich der ausschlaggebende Grund?

00:02:53: Warum du dann in zweiter Generation sozusagen die Brauerei weiterfühlst?

00:02:59: Also dazwischen Lagen.

00:03:01: also zwischen dieser Ersterfahrung bis zu dem Punkt wo ich mir Gedanken gemacht habe Die Brauerei zu übernehmen lagen ja schon auch fünfzehn Jahre und eine entsprechende Entwicklung.

00:03:14: Das hat schon gebraucht.

00:03:15: Ich habe mich erst mal Mitte zwanzig dazu entschieden, die Brauerei auch zu übernehmen oder überhaupt in diese Richtung zu denken und das hatte einfach erstmal den Hintergrund, dass ich drei jüngere Schwestern hab und zu dem Zeitpunkt dann absehbar war, dass alle Schwesten nicht in diese Richtungen gehen wollten – ich zu dem.

00:03:43: Ich bin ja auch erst ins Studium gegangen und weit weg.

00:03:45: Ich konnte mir wirklich mit siebzehn, achtzehn beim besten Willen nicht vorstellen, irgendwann mal wieder ans Emsland zu gehen.

00:03:50: Das waren so gar nicht meine Vorstellungen vom Leben.

00:03:54: Was hast du studiert?

00:03:56: Ich hab Lehramt studiert in München und dann später Köln und war eine Zeit lang im Ausland.

00:04:04: Und nachdem ich dann quasi Anführungsstrichen ein bisschen die Welt gesehen habe, dass ich mich auch langsam wieder mit diesem Gedanken anfreunden konnte, zumindest die Brauerei zu übernehmen.

00:04:17: Denn zu dem Zeitpunkt war es dann so, dass wir wirklich echt schon viele Tiefen durchlebt hatten also ein paar Höhen aber auch sehr sehr viele Tiepen wie das halt so ist wenn man so einen Unternehmen auch neu gründet neustartet.

00:04:33: Das war jetzt kein Zuckerschlecken und das haben wir natürlich als Familie die wir ja unmittelbar neben der Brauerei auf Wohnen direkt mitbekommen.

00:04:43: Und zu dem Zeitpunkt hatte Papa das Ganze irgendwann in richtig gute Bahnen reingelenkt bekommen und dann war aber auch langsam schon der Ausblick, okay, ich glaube er war damals irgendwie Mitte ... Mitte fünftig?

00:05:01: Dann ist die Rente nicht mehr so weit weg oder Anfang fünftig oder so.

00:05:05: Als ich gedacht habe, wäre jetzt echt schade, wenn dann nach zehn Jahren irgendwann schon Schluss sein soll mit dem Ganzen.

00:05:11: Dass ich mich dann doch auch einfach mit diesem Gedanken auseinander gesetzt habe.

00:05:16: Ich hab hier natürlich auch mit fünfzehn angefangen zu arbeiten, dass ich gekellnert habe also mit der Gastdruck konnte ich mich sowieso mal sehr gut und stark identifizieren Ich diesen Betrieb ja auch einfach liebe und früher auch geliebt habe.

00:05:32: Und dann musste ich mich mit diesem Gedanken an Freunden nicht nur die Gastronomie zu führen, sondern eben auch die Brauerei.

00:05:40: Also bin ich in die Ausbildung gegangen.

00:05:43: Das war für mich logische Schlussfolgerung, weil ich das so gar nicht.

00:05:48: kann oder konnte.

00:05:51: Genau, also da konnte ich mich damals dann... Also da habe ich einfach gedacht naja wenn du das ganze Ding übernehmen willst, dann kannst nicht sein dass du in einer der Kernkompetenzen eigentlich keine Ahnung hast.

00:06:00: Da musst du eben die Ausbildung machen zur Brauerin.

00:06:03: Wo bist du gewesen?

00:06:05: Ich bin dann in Köln geblieben wo ich dann ja meinen Studium auch zu Ende gemacht hatte und hatte halt im ganzen Rheinland gesucht.

00:06:16: nach einer Ausbildungsstelle ist nicht so schwierig oder es nicht so einfach als Frau da was Gutes zu finden.

00:06:22: Das scheitert schon manchmal an den sanitären Anlagen, dass dann einfach keine Darmtoiletten vorhanden sind und zack kriegste schon die Absage bei der Ausbildung.

00:06:33: Und da bin ich bei der Früh gelandet.

00:06:34: das war ein toller Ausbildungbetrieb und das war eine richtig coole Ausbildung da.

00:06:40: Mein Meister damals waren ein bisschen offener eingestellt Frauen in der Branche anbelangte, weil er einfach auch als Prüfer tätig war oder auch immer noch ist und dort eben auch festgestellt hat dass sich hin und wieder auch meine Frauen in diesem Beruf verlieren.

00:07:00: Und dann einfach dachte ja also ... Er war einfach offen diesbezüglich eingestellt und dann konnte ich da einfach die Ausbildung anfangen.

00:07:09: Was glaubst du?

00:07:09: Warum das dann quasi in Anführungszeiten untypisch war oder ist, als Frau in diesen Job einzusteigen?

00:07:19: Das ist Quatsch.

00:07:21: Also auf jeden Fall ist es Quatsche.

00:07:22: wenn man die Historie betrachtet sind wir Frauen eigentlich voll in diesem Thema Bier drin.

00:07:28: im Mittelalter waren wir für Spielbühne raunen zuständig.

00:07:31: das heißt dass es eigentlich Und einer unserer Kernkompetenzen, ganz klar.

00:07:37: Nichtsdestotrotz ist es schon so, dass es kaum Frauen gibt die in diesem Beruf aktuell drinstecken.

00:07:47: und wenn man jetzt wirklich ein bisschen gendertypische Berufe rausholen möchte findet man ja ebenfalls relativ wenig Männer beispielsweise in den Erzieherberufen.

00:07:59: und so ist das eben auch an diesem Handwerksberuf des Brauers dass es da einfach wenig Brauerinnen gibt.

00:08:07: Und wir waren bei uns im Jahrgang beispielsweise drei Mädels auf, ich glaube ... ... die Ausbildung abgeschlossen hatten in dem Jahrgang.

00:08:21: Also das ist natürlich wirklich nur ein Bruchteil.

00:08:24: Ja, ein Phänomen

00:08:25: sozusagen,

00:08:25: ein weifbliches Phänomien!

00:08:27: Auf der Webseite bezeichnet ihr euch als Braumanofaktur?

00:08:31: Was genau steckt dahinter denn?

00:08:33: Wie ist das gemeint?

00:08:34: Weil ohne Maschinen, sagen wir mal geht es ja auch in der Brauerei nicht.

00:08:39: Die Maschine haben wir natürlich auch aber Manufaktur bedeutet immer kommt er von Manus und Faktum also etwas wirklich mit den Händen machen und da steckt einfach der Begriff Handwerk drin und dass es wirklich bei uns noch ein Handwerk ist.

00:09:03: Unsere handwerklichen Kniffer haben überall, natürlich haben wir hier und da jetzt auch Unterstützung.

00:09:08: Wir haben Pumpen und dergleich.

00:09:10: nur eine Frage also das schütten wir nicht mal mit irgendwelchen Eimern von A nach B Das ist ganz klar.

00:09:17: aber wir überwachen die Prozesse schon noch händisch und das ist auch total schön bei uns dass es wirklich noch etwas nahezu zum Anfassen, aber dann auch im übertragenen Sinne.

00:09:27: Also das ist jetzt nicht so als ob ich da meine Hände jetzt drin waschen würde, dass nicht.

00:09:32: Aber es ist zumindest so, dass sich einfach den vollen Geruch auskosten kann, den mich auch tatsächlich hört sich jetzt so übertrieben, also ich freue mich... dran zu sehen, wenn die Hefe angegangen ist.

00:09:49: Also am nächsten Tag nach dem ganzen Brautag also wenn man ein Bier braut dann braucht das Ganze etwa acht Stunden bis der Sud fertig ist und dann heißt es aber noch längst nicht, dass wir ein fertiges Bier haben.

00:10:00: Dann kommt erst nochmal die Hefe hinzu, die alkoholische Gärung setzt ein und dann braucht das Ganze nochmal fünf Wochen, bis das Bier dann letztlich fertig ist.

00:10:08: Und

00:10:09: dieser Moment, nachdem man dann wirklich eben im besten Falle nur acht Stunden gebraucht hat zum Brauen ... Wenn man am nächsten Tag schaut und die Hefe angegangen ist, das heißt, man erkennt, dass die Hefer auch wirklich aktiv arbeitet.

00:10:27: Und ja, das Baby ist dann erstmal in trockenen Tüchern.

00:10:30: Da wird erst mal ordentliches Bier raus.

00:10:33: Das ist schon einer der coolsten Momente des Jobs für mich persönlich.

00:10:40: Bereiche, die total schön sind.

00:10:43: Bei uns ist es in so einer offenen GR-Wanne.

00:10:45: Wir können das auch richtig sehen und richtig dran riechen.

00:10:50: Bei den Großen ist das wirklich alles häufig geschlossen.

00:10:54: Dass man gar nichts mehr sehen kann.

00:10:56: Das läuft dann alles geheim in den Tanks ab.

00:10:59: und bei uns einfach noch offen zugänglich.

00:11:02: Aber wir können auch diese Prozesse einfach nochmal ganz anders steuern, haben da auch so ein paar Bereiche wo wir wirklich dann händisch rangehen und das Ganze eben nicht alles über irgendwelche Programme ablaufen lassen sondern ja das ist schon noch richtig richtiges Handwerk was wir so machen.

00:11:22: Dann nehmen Sie doch mal mit auf deine kleine Bierreise in deinen Arbeitsalltag.

00:11:27: Weil ihr baut ja auch nicht Vierundzwanzig Sieben wie in größeren Unternehmen, die man ja so kennt sondern das ist tatsächlich Handwerk.

00:11:37: Wie geht das vonstatten bei euch?

00:11:39: So oder so müssen wir dann mal gucken was so die Woche ansteht und vor allem gedanklich uns natürlich auch vorbereiten auf die Zeit fünf Wochen später.

00:11:50: denn Selbst wenn wir jetzt mal so einen engen Pässe reinkommen und das Bier ist knapp, können wir nicht einfach loslegen mit dem braun.

00:11:58: Und nächste Woche haben wir Neues da müssen wir schon ein bisschen vorausschauend planen und dann haben wir eben unsere Woche die ganz unterschiedlich aufgebaut ist.

00:12:08: natürlich haben wir unsere Brauprozesse dazwischen dass wir dann die Sorten brauen die dann einfach anstehen Primär natürlich Pilz und Braunbier als unsere beiden Hauptbiere, aber eben auch die Spezialbiere sei es jetzt Buchweizen.

00:12:25: Unser Mandarina andere Saisonbiere wie das Brown Ale oder das Pale Ale oder Das Helle.

00:12:36: Dann wird das Ganze eingebraut.

00:12:38: Das findet an einem gesamten Brautag statt und braucht dann wirklich auch so einen ganzen Arbeitstag, wie schon gesagt acht Stunden muss man da schon einplanen die man einfach dafür nutzt fürs brauen selber Und an den anderen Tagen guckt man dann einfach was sonst so ansteht losgelöst davon.

00:12:58: in dem während des Brauens gibt es auch immer Phasen wo wir dann einfach auch andere Dinge erledigen sei jetzt dass wir Bier abfüllen, Bierpflege betreiben unten im Keller.

00:13:10: Also uns um die Tanks kümmern und um die Reinigung der Tanks, um schlauchende Tanks fässerfülle Ausliefern von Bibs.

00:13:23: Das glaube ich!

00:13:24: Welche Rolle spielen dabei, sagen wir mal, in Anführungszeichen regionale Zutaten?

00:13:28: Also habt ihr bestimmte Lieferanten gerade was das Getreide angeht oder Ähnliches?

00:13:34: Um Bier zu brauen... Nach deutschem Reinheitsgebot braucht man die Zutaten Wasser, Malz, Hopfen und Hefe.

00:13:47: Wenn man nach dem deutschen Reinheitsgebot braunen möchte.

00:13:53: Das Wasser ist natürlich regional das Linkener Stadtwasser.

00:13:59: Fragen auch einige Leute manchmal explizit nach ... Tatsächlich?

00:14:04: Ja!

00:14:05: ob es Grundwasser ist, weil wir nebenan den Friedhof haben.

00:14:09: Jetzt mit Denkenträger?

00:14:10: Genau!

00:14:13: Dann hat man eben Malz-Hopfen und noch Hefe.

00:14:17: Bei Malz ist das so.

00:14:20: die Basis des Malzes... Also es ist eigentlich immer gemelztes Getreide.

00:14:24: Das heißt, wir haben immer eine Getreidepform die dann in Melzer rein gemälzt werden muss und melzen bedeutet konkret dass das Korn einmal den Keimprozess durchläuft und danach getrocknet wird also auf die Darre geht Und dann nennt man das Ganze danach Malz.

00:14:45: Melzerreinen gibt es hier in der Region eigentlich keine.

00:14:48: Es gibt welche im Ruhrgebiet oder auch im Raum Bremen.

00:14:51: allerdings sind die wirklich auf die Großbrauereien ausgelegt, das heißt sie haben bei denen kriegt man dann in der Regel eine Mal Zorte und dass dann so als sechsundzwanzig Tonner Ladung.

00:15:00: das heißt ich könnte dann halt über Jahre hinweg Pilzbrauen, aber auch nichts anderes.

00:15:05: Und ich brauche natürlich eine Vielfalt an unterschiedlichen Maltsorten um eben auch unterschiedliche Bier-Sorten braunen zu können.

00:15:13: Da arbeiten wir mit einer Melzerei in der Nähe von Nürnberg zusammen, Steinbach Gewalt.

00:15:20: Das ist eben ne Vermehrmelzerei, von denen man Sackware bekommt a.k.a.

00:15:31: für unterschiedliche Bier-Sorten nutzen.

00:15:34: Genau, da sind wir einfach darauf angewiesen dass wir das dann eben von so einer kleineren Melzerei bekommen.

00:15:39: und weil Bier in Deutschland natürlich eher im Süden verankert ist genau finden sich daneben auch hauptsächlich die ganzen Melzerreien die auf unsere Größe ausgelegt sind Und die wiederum haben natürlich die Kontrakte mit den Bauern dort vor Ort.

00:15:58: Also es macht jetzt keinen Sinn, irgendwie die emsländische Braugerste runterzukarren, die dort melzen zu lassen und sie dann wieder hochfahren zu lassen.

00:16:08: Was wir an Getreide allerdings aus der Region beziehen ist der Buchweizen, den wir eben für unser Buch Weizenbier nutzen.

00:16:18: Fun Fact nebenbei.

00:16:20: Das fällt eben absolut gar nicht unter das Reinheitsgebot, denn Buchweizen ist ein Pseudo-Getreide oder eben auch einen Knöterich gewächst und damit zählt es eben nicht zu den Komponenten, die wir fürs laut Reinheitsgebot nutzen dürften.

00:16:39: Man kann aber eine Antrag stellen bei der Labels und dann ist da schon alles in Ordnung.

00:16:44: Je nach Regionen, in denen man unterwegs ist läuft das manchmal besser und schlechter.

00:16:49: Wir haben hier relativ viel Glück mit unserer Larvis, die für uns zuständig ist im Land Niedersachsen im Verhältnis zu den Kollegen in Bayern.

00:16:59: also wenn die mal irgendwie abseits der Norm Biere brauen wollen dann haben sie da echt immer ihre Schwierigkeiten Und kriegen da meistens einen Riegel vorgeschoben.

00:17:08: Bei uns sind die da ein bisschen kolanter, entspannter und das ist aber auch total sinnvoll.

00:17:14: Genau!

00:17:16: Das ist der Spander an dem Bier.

00:17:17: allerdings wenn man das buchweizenbier trinkt für diejenigen dies kennen also sind die meisten eigentlich überrascht.

00:17:25: Schmeckt super lecker

00:17:27: Ja und es ist aber etwas.

00:17:29: wenn du dann hörst dass es eigentlich kein Bier Dann überrascht ich das im ersten Moment, weil man erwartet hier nach deutschem Reinheitsgebot.

00:17:41: Das muss auf jeden Fall sein und alles was davon abweicht sind dann total verrückte Dinge die mit Kieschenrababau oder Kaffee verunstaltet werden oder mit irgendwelchen komischen Zusätzen bereichert oder angereichert werden.

00:17:56: Und es muss eben gar nicht sein.

00:18:00: Deswegen gibt's ganz spannende Möglichkeiten die man so machen kann auch außerhalb des Reinheitsgebotes, aber genau die Andermiere sind alle nach dem Reinheitsgebot gebraut.

00:18:14: Für uns spielt das allerdings kein großes Thema.

00:18:16: also dieses Thema Reinheits Gebot wenn man in der Materie drin steckt dann sind da ein paar Dinge die einfach sehr fragwürdig laufen.

00:18:22: und ja dann man steckt mitten innerhalb der EU.

00:18:27: wir haben unsere Lebensmittelvorgaben und diese meiner mal nur nach weit aus wichtiger als sich da an irgendwelchen alten Regelungen aus dem Mittelalter irgendwie entlang zu hangeln.

00:18:42: Du hast vorhin schon ein paar Bier-Sorten erwähnt und ihr habt insgesamt glaube ich zehn Biere auf eurer sozusagen Karte, kannst du so ein limitiertes Bier mal vorstellen?

00:18:58: beziehungsweise wie kommt dir auf die Ideen dazu euch diese Geschichten überlegen?

00:19:04: meistens, wenn dann Langeweile auftaucht.

00:19:06: Dann kommt man wieder an den Punkt, dass man sich denkt, jetzt ein neuer Bierstil wäre auch ganz nett.

00:19:13: und wir haben die Sorten, die wir haben, die sind mittlerweile eigentlich auch häufig schon sehr lange mit am Start weil sie dann irgendwann auftauchten und auch gut angenommen wurden Und wir, die dann irgendwie beibehalten haben.

00:19:31: Aber eben auch saisonal.

00:19:32: also man kann natürlich nicht das ganze Sortiment dann ganzjährig immer bei behalten Und dann immer noch mal weitere Saisonbiere hinzukommen lassen.

00:19:43: Das funktioniert natürlich nicht, sondern die lösen sich dann schon gegenseitig ab.

00:19:46: D.h.,

00:19:46: man hat so die Hauptbiere und das Pilz und das Braumbiss und wirklich die beiden, die seit jeher mit am Start sind.

00:19:53: Eben jetzt seit fast dreißig Jahren.

00:19:57: Dann sind immer wieder neue Biere dazugekommen.

00:20:02: Manchmal auch wirklich ganz ... Bannal, also so das Mandarina zum Beispiel.

00:20:07: Ich glaube der hat Papa dann einfach nur mal einen speziellen Hopfen dem Mandariner Barbaria mit in den Tank reingeschmissen um zu gucken was bei der Kalthopfung rauskommt.

00:20:17: und sich gefreut hat er natürlich schon in Ansätzen von diesem Verfahren des Hopfenstopfens auch gehört und das wollte er dann unbedingt ausprobieren.

00:20:29: und dann hat er es halt einfach so gemacht.

00:20:31: ähnlich war's mit dem Buch Weizen dass damals sehr spannend fand.

00:20:38: Zu gucken, ob man nicht einfach mit einem Getreider aus der Region was machen kann.

00:20:43: und das war dann auch so eine gleiche Geschichte.

00:20:48: Das

00:20:48: war quasi eure Idee, die Buchweiserie

00:20:51: zu

00:20:51: holen?

00:20:51: Genau, das war auch Papa's Idee.

00:20:54: Dann sind ein paar Biestile dabei ... Also das Pale Ale oder das Brown Ale, das sind meine Babys, Wo ich einfach Lust drauf hatte und wo ich dann die Rezeptur zugeschrieben habe, genauso wie beim Hellen.

00:21:13: Das Helle war schon etwas – das haben wir jetzt letztes Jahr mit reingebracht -, dass man da natürlich auch den Markt beobachtet und einfach festgestellt hat okay von allen Seiten sprießt ihr jetzt gerade irgendwie so dieses bayrische Helle hoch?

00:21:26: Wir uns gedacht haben ja aber...

00:21:28: Man muss nicht gegenseitig

00:21:29: folgen.

00:21:29: Ja, doch!

00:21:30: Aber wir kriegen es halt auch emsländisch hin.

00:21:32: also das war dann eher so dieses so.

00:21:34: Wir machen jetzt auch ein helles aber halt emslendisch so.

00:21:38: Also warum immer bayerisch hell ist kann ja auch mal emslndisch hell sein.

00:21:42: und da haben wir eben Helles Bier im letzten Jahr damit hervorgebracht.

00:21:49: Und was

00:21:50: macht denn das Bier emslindisch?

00:21:52: Das ist einfach hier vor Ort.

00:21:54: Also das Rezept hier vor Ort geschrieben wurde und dass es hier vorort gebraut wurde.

00:22:00: Was macht ein bayrisch hell?

00:22:02: Bayrisch aus, ist es ja im Endeffekt auch nur weil's dann irgendwie in Bayern gebrauert wird aber ist natürlich so.

00:22:08: als Marketing ist dieses bayerische irgendwie immer als adjektiv vor dem Hellen so verankert.

00:22:18: Das haftet da so mit dran.

00:22:20: Es gibt ja irgendwie, hört man nie hessisch hell oder pfälzisch hell oder sonst was, sondern es ist mal ein Bayerisch-Hell und genau, da haben wir uns dann einfach gedacht, ja dann halt eben mal Hemsländisch Hell.

00:22:33: Trend in Anführungszeichen ist auch Alkoholfreie Produkte anzubieten.

00:22:39: Wir haben ja auch ein Leschen vor uns stehen.

00:22:42: Seit wann gibt's das bei euch?

00:22:45: Das

00:22:46: war mir nicht so genäufig, dass ihr ...

00:22:48: Seit einem Jahr.

00:22:49: Davor, genau.

00:22:50: Also das ist jetzt etwa seit einem Jahr mit dem Sortiment und davor haben wir ungefähr ein Jahr lang einer Testphase gehabt.

00:23:00: Hat mich auch ziemlich an den Wahnsinnen getrieben.

00:23:03: Alkoholfreies Bier ist ein anderer Bereich als alkoholhaltiges Bier?

00:23:09: Was ist da die Schwierigkeit, wenn ich dazwischen funke?

00:23:11: Keinen Alkohl reinzubekommen!

00:23:15: Alkoholfreisbier läuft halt nur so lange, wie du auch wirklich nur maximal unter Null, fünf Prozent Alkuhol mit drin hast.

00:23:24: Wenn es aber Null Komma Sechs Fünf hat ist halt doof.

00:23:26: Ja,

00:23:27: das stimmt.

00:23:28: Genau!

00:23:29: Das war da die Schwierigkeit.

00:23:31: Aber wir haben lange dran gefeilt.

00:23:34: Wir wollten gerne einfach ein Bier rausbringen also ein alkoholfreiches Bier was man auch einfach gerne trinkt wegen des Geschmacks Und nicht einfach nur, weil man jetzt gerade auf einer Party ist und etwas an den Händen erhalten möchte.

00:23:50: Was irgendwie so beerähnlich aussieht aber auch nicht so viel Geschmack hintersteckt.

00:23:56: Deswegen haben wir da schon den Schwerpunkt sehr stark auf den Geschmacks gelegt.

00:24:01: Außerdem hatte ich auch gewisse Vorstellungen in welche Richtung ich gehen wollte nach zwei Schwangerschaften und zwei Stillzeiten Ich eben ja auch nur alkoholfreies Bier getrunken habe und ich dann natürlich ganz genau meine Lieblinge hatte.

00:24:16: Und mich daran so ein bisschen orientieren konnte.

00:24:19: geschmacklich, wo wir eben auch landen wollen.

00:24:23: Ja und dabei ist dann eben das Alkoholfrei mit Buchweizen rausgekommen.

00:24:27: Da ist da eben auch ein Anteil Buchweiz mit drin.

00:24:30: Ist jetzt nicht zu verwechseln mit unserem Buchweizin Vollbier.

00:24:34: Geschmacklig haben die wirklich gar nichts miteinander zu tun.

00:24:38: Aber gleichzeitig sind noch fruchtige Komponenten mit drin, weil wir es eben auch nochmal hopfen stopfen.

00:24:48: Die stehen dann eben auch noch stark im Vordergrund und hat also einen schönen, frischen Geschmack.

00:24:55: Und der Buchweizen ist einfach die Komponente, die es dann besonders gestaltet, denn irgendwo muss man natürlich auch schauen wenn man jetzt irgendwie das extra alkoholfreie Bier auf den Markt bringt was zeichnet ein?

00:25:06: Darüber hinaus aus und das dann bei uns vor allem der Buchweizen, der damit genutzt wird.

00:25:13: Das ist eure emsländische Note.

00:25:15: Um so ein tolles Bier herzustellen braucht man auch eine Menge Energie.

00:25:20: Inwiefern habt ihr euch hier im Betrieb umgestellt?

00:25:23: Um sowohl die Technik als auch die Kosten für euch auf dem Laufenden zu halten.

00:25:31: Man muss ja schon ein bisschen kalkulieren

00:25:33: mit der ganzen Geschichte.

00:25:34: Definitiv!

00:25:35: Im Braun ist natürlich wirklich sehr energieintensiv.

00:25:41: Wir haben jetzt seit Jahrzehnte, zwei neue Blockheitskraftwerke.

00:25:45: Die haben ein altes abgelöst, welches wir schon in Betrieb genommen hatten.

00:25:55: Und davor haben wir uns drei unterschiedlichen Energieaudits unterzogen um wirklich auch zu prüfen, was für uns das Sinnvollste ist.

00:26:06: Was die Nachhaltigkeitsaspekte anbelangt.

00:26:09: Wir haben uns stark mit dem Thema Solar auseinandergesetzt aber Solar-Energie hätte niemals ... wirklich den Strom erzielt, dem wir dann auch brauchen für die Braueranlage.

00:26:23: Denn es ist eine Neunzig-KW-Anlage und wir kochen dann siebzig Minuten – das ist schon wirklich sehr, sehr intensiv!

00:26:30: Und da machen diese zwei Blockheizkraftwerke am meisten Sinn.

00:26:38: Denn ein Blockheitzkraftwerk funktioniert ja immer so, dass Gas eingespeist wird und man eben auf der einen Seite Wärme erzeugt, die wir halt super abnehmen können als Warmwasser.

00:26:54: fürs braun nutzen, das heißt wir haben das Wasser schon vortemperiert.

00:26:58: Früher hatten wir dann einfach immer normales Wasser genommen und den Brenner angestellt und das ganze musste dann erst mal hochgeheizt werden.

00:27:05: jetzt können wir da einfach schon ein sixty Grad heißes Wasser nehmen von dem BRKWs, dass ist schonmal super.

00:27:13: Und auf der anderen Seite erzeugten BRKw natürlich auch Strom den wir wiederum nutzen Vor allem für unsere PKWs.

00:27:25: Wir haben zwei E-PKW's, was das Lieferfahrzeug anbelangt.

00:27:30: Da sind wir immer ein bisschen am Schauen.

00:27:32: aber als wir vor zwei Jahren das ganze Thema hatten da war die Technik einfach noch nicht so weit dass man jetzt wirklich sagen konnte okay dann macht es einen E-Bully Sinn denn unser Bully braucht schon also der wird dann schon für die Touren mit Und dann können wir auch nicht von Lünne einfach nur noch Papenburg durchfahren.

00:27:54: Wir müssen ja auch noch ein paar andere Dörfer unterwegs ansteuern und da kann es natürlich nicht sein, dass dann auf dem Rückweg irgendwo einen Haaren erst mal geladen werden muss.

00:28:03: Da war damals die Technik noch nicht so weit aber wir haben immer wieder den Blick drauf und uns ist dieses Thema grundsätzlich erstmal total wichtig das wir diese Prozesse sehen also energetisch natürlich auf der einen Seite, weil es häufig mit Wirtschaftlichkeit einhergeht.

00:28:25: Dieses ganze Thema war zum zweiten auch einfach aus Nachhaltigkeitsgründen was uns einfach auch ein großes Anliegen ist dass wir schon immer wieder versuchen die Prozesse zu überdenken.

00:28:36: und das ist dann natürlich der zweite Aspekt, dass man einfach auch immer wieder bei sich selber schauen kann Welche Möglichkeiten gibt das?

00:28:45: Worauf müssen wir zusätzlich noch achten, um hier und da auch Energie sparen zu können.

00:28:51: Um Prozesse zu optimieren nicht insofern dass man dann mal das Maximum rausholt sondern manchmal auch einfach was energetisch am sinnvollsten ist wenn wir jetzt eine Kochphase haben von siebzig Minuten dass man einfach fünfzehn Minuten vor Kochänder den Brenner einfach schon wieder ausstellt das dann vollends ausreicht für die letzten fünfzehn Minuten der Kochung, dass es trotzdem noch so heiß ist.

00:29:14: Dass wir da keine Schwierigkeiten damit haben bis die Hitze wieder weggeht und die Kochungen wirklich aufhört.

00:29:19: Solche Prozesse einfach.

00:29:22: Das versuchen wir immer wieder.

00:29:25: aber dieses Thema Nachhaltigkeit...

00:29:28: Das

00:29:29: begleitet uns eigentlich immer.

00:29:31: Ob wir das immer so optimal durchsetzen können, wie wir es möchten ist natürlich eine andere Frage.

00:29:37: Man steckt einfach zwischen Wirtschaftlichkeit und Idealismus.

00:29:47: Und wir sind wirklich noch sehr weit davon entfernt dass wir da jetzt irgendwie das Optimum erreicht haben beispielsweise kein Bio-Bio oder so, das macht hier einfach in der Region keinen Sinn.

00:29:58: Wir haben Kollegen also gute Freunde von uns die in der Nähe von Berlin eine Brauerei haben und wirklich ausschließlich auf dem Bereich bio oder im Bereich bio unterwegs sind.

00:30:10: Das ist super würde ich auch total gerne machen.

00:30:11: aber die Rohstoffe liegen dann einfach bei beim doppelten Preis Und es ist sowieso hier und da manchmal schon schwierig den Leuten vor Ort zu erklären, warum unser Bier dann preislich nicht auf der Ebene eines Kombachers liegt.

00:30:26: Ja man halt nur so zu dritt ist in einer Produktion ja dann meistens kommt man dann auch schon schnell dahinter.

00:30:36: Deswegen sind wir ja nun mal auch einfach eine Manufaktur.

00:30:39: Das ist dann einfach immer ein bisschen teurer, genau.

00:30:42: aber da spielt er ganz klar dieser Bereich der Wirtschaftlichkeit wieder mit rein und so versuchen wir das in allen Prozessen immer wieder neu durchdenken.

00:30:52: Macht es keinen Sinn?

00:30:53: Können wir hier und da nicht doch manchmal auch ein paar Cent mehr ausgeben, sei es jetzt zum Beispiel für nachhaltige Intiketten oder so die aus nachhaltigem Papier ... recyceltem Papier dann auch sind, dass man das dann einfach noch irgendwie mit rein nimmt.

00:31:08: Solche Bereiche genau.

00:31:10: aber es muss natürlich sich am Ende doch auch irgendwie rechnen.

00:31:16: Wo sitzen eure Kunden?

00:31:18: Beschränkt sie das ausschließlich aufs Amstland?

00:31:20: oder wie weit reicht euer Radius sozusagen rund ums Bier?

00:31:27: Wir beliefern alle immer auf direktem Weg und da ist dann in der Spanner zwischen Papenburg und dann geht es rüber nach Westen bis Nordhorn, runter über Reine- und Ippenbühnen bis nach Osnabrück.

00:31:44: Und dann so ein Schlenker durchs Hasetal wieder zurück nach oben.

00:31:47: Genau das ist der Radius in dem wir unterwegs sind alles regional, alles auf direktem Wege.

00:31:56: Dadurch sind wir einfach näher nochmal an unseren Kunden dran.

00:32:01: Und

00:32:01: ich finde, dass es auch so dieses Thema diese Regionalität auch auszeichnet, dass wir einfach unsere Kunden größtenteils eigentlich alle persönlich mit Gesicht zuordnen können und wir mal im direkten Kontakt miteinander sind und eben auch versuchen das dass wir immer mal wieder vor Ort sind, in den Austausch gehen und Papa oder ich dann auch hin- und wieder mal so Fernwetter schaffen.

00:32:31: Dann auch auszuliefern.

00:32:36: Ihr seid ja offen für Neues hier in Lünne und braut nicht nur in eurem stillen Kämmerlein sondern ihr bietet auch schon eine ganze Weile Brausiminare an.

00:32:45: warum das?

00:32:47: Warum nicht!

00:32:50: Die Nachfrage ist schon da.

00:32:52: Das ist ein cooler Beruf, den ich da habe.

00:32:58: Aber das Interesse ist ja schon da.

00:33:02: Wie läuft es dann ab?

00:33:03: Lähne ich in vier bis fünf Stunden, wie es funktioniert oder

00:33:07: nicht?

00:33:07: Nein, aber in acht könntest du es prinzipiell lernen.

00:33:12: Es ist wirklich so ein ganzer Brautag, dem man mit dabei ist... Und dann von vorne bis hinten eben das Bier braut.

00:33:19: Wie gesagt, das kriegt man nicht in vier Stunden hin sondern da braucht man schon im besten Falle so sieben, acht Stunden für diese kleinen Souter.

00:33:26: wenn wir jetzt wirklich nur ein bisschen mini-brauen und maximal fünfzig Liter, dann kriegt es vielleicht auch mal nach sechs, sieben Stunden hin.

00:33:35: aber genau die Nachfrage ist schon da und das ist eigentlich auch immer cool.

00:33:39: Das macht auch wirklich Bock!

00:33:41: Die Resonanz ist auch super.

00:33:42: also zum Schluss Wenn wir dann hier Gäste haben, die diese Brauseminare durchlaufen haben, kriegen wir häufig wirklich als Feedback auch zurück.

00:33:52: Boah krass!

00:33:53: Hätte ich jetzt nicht gedacht dass das... so viel Aufwand ist, ein Bier herzustellen.

00:34:00: Paar bleiben aber auch dabei, dass die dann einfach im Hobbybraubereich weiterhin tätig sind und uns vielleicht noch ein zweites Mal wieder besuchen weil sie dann auch sagen wollen also beim ersten mal das war jetzt so viel Input.

00:34:14: Jetzt habe ich das zu Hause ausprobiert und jetzt hab' ich wirklich nochmal ein paar konkretere Fragen Und möchte da jetzt irgendwie meine Antwort drauf haben oder noch mal ein bisschen anders drüber schauen.

00:34:24: Auf der anderen Seite, ja mein Ausbildungsberuf hat halt auch drei Jahre gebraucht also wäre er jetzt auch... Das wäre auch irgendwie ein bisschen schlimm, wenn man das jetzt sofort nach einem Tag alles Interess hätte.

00:34:38: Es ist schon komplex aber es ist super cool, wenn sich da Leute einfach miteinander setzen mit dem Thema Bier und selber braunen und selber kreativ werden – das ist ja auch ein total kreatives Hobby!

00:34:51: Papa ist ja auch übers Hobbybrauen dazugekommen, überhaupt hier die Brauerei zu gründen und das ist halt super cool.

00:34:58: Wenn du dir dann überlegst was du dann machen könntest manchmal stellst du das auch erst irgendwie im Laufe des Brauvorgangs fest, dass du dir denn denkst so zum Ende hin auch ne nimm ich doch irgendwie eine andere Hefe und dadurch mache ich den Bierstil auch nochmal komplett um.

00:35:17: Ja und das is cool.

00:35:20: Also das sind eigentlich immer total gemütliche Runden, wenn wir dann wirklich die Brauseminare haben.

00:35:28: Und man gluckt einfach einen ganzen Tag zusammen und ist in einem schönen Austausch.

00:35:33: Das ist total nett!

00:35:34: Natürlich gibt es auch das eine oder andere Bierchen zwischendurch zu verköstigen aber es sind schon Leute da, bringen, denn das ist natürlich ein ganzer Tag voller Input.

00:35:47: Denen du da dann bekommst rund um das Thema Brauen und besten Fall wollen wir die Leute ja so dahin führen dass sie dann auch zu Hause mal einen Hobbysuit ansetzen können

00:35:59: Und im Zweifel bleiben sie euch ja als vertraute Kunden, die hier einfach nur in Anführungszeiten ins Brauhaus

00:36:05: kommen.

00:36:06: Ja und im Zweifell auch das genau.

00:36:08: In der Regel bieten wir die Seminare weil die natürlich auch immer sehr arbeitsintensiv sind dann in der Nebensaison nur an.

00:36:15: Das schaffen wir dann gar nicht an einem Samstag in der Hauptsaison dass wir uns da dann irgendwie noch mal rausziehen können um entspannt zu brauen.

00:36:22: Weil wir es halt auch selber machen also wir Brauer dann dass wir dann wirklich unsere entsprechende Kompetenz irgendwie möglichst versuchen weiterzugeben.

00:36:34: Ja, weil neben der Brauerei tobt ja quasi auch hier der Bär in der Gastronomie.

00:36:41: Ihr bietet eine ganze Menge Gelegenheiten sich im Wettkampf mit Spiel und Spaß zu messen also das Eistag schießen Fußball da.

00:36:53: Warum sind diese Angebote für euer Haus neben der klassischen Bauralbesichtigung so wichtig, um hier die Gäste zu binden?

00:37:04: Wir haben uns relativ früh schon in dem Bereich einer Gruppe spezialisiert oder versucht zu spezialisieren.

00:37:18: Wir waren jahrelang, was die Gastronomie anbelangte eigentlich auch so aufgestellt.

00:37:21: Dass wir irgendwann echt an diesem Punkt waren dass wir nur noch angemeldet zur Gruppe bedienen konnten.

00:37:30: Es fängt schon damit an das unsere Küche einfach sehr klein ist.

00:37:33: Deswegen haben wir jetzt mittlerweile auch eine Outdoor-Grillküche.

00:37:39: Denn unsere eigentliche Küche ist wirklich holsterlich klein, denn ursprünglich bei diesem ganzen Gebäude welches wir haben war gar keine Küche mit eingeplant worden.

00:37:49: Papa und Mama hatten wirklich nur vor gehabt ne reine Produktionsstätte zu sein und dann ist relativ schnell klar geworden okay Gastro muss jetzt auch irgendwie da noch mit dazukommen.

00:38:02: Dann stand aber eigentlich alles andere drum herum schon und dann wurde die Küche irgendwie so reingepfercht an einem der kleinen Stallungen.

00:38:15: Da geht es schon los, dass wir gar nicht das große Alakard bedienen können.

00:38:21: Wir können halt nicht irgendwie fünftig gestern Alakart Dann innerhalb von anderthalb Stunden dann so wegarbeiten, das funktioniert mit den wörtlichen Gegebenheiten halt gar nicht.

00:38:31: Und so haben wir uns einfach ganz stark schon vor Jahren auf das Gruppengeschäft spezialisiert und Papa ist dann irgendwann dazu gekommen dass er eben auch Aktivitäten mit aufgebaut hat.

00:38:46: Das Gelände ist ja groß genug Das hat sich alles entwickelt genau und da fahren wir eigentlich ganz gut mit, dass wir jetzt eben in diesem Jahr auch noch ... eben neue Aktivitäten dazu bekommen haben wie das Fußball-Dat oder dann auch das Autor Kegeln, was ganz gut angenommen wird.

00:39:05: Und viele Gruppen buchen sich so ein dass die dann am Vorfeld erst irgendwie eine nette Aktivität haben und im Anschluss dann irgendwie einen Grillen.

00:39:14: oder mittlerweile haben wir unser Alakard auch wieder stärker ausgebaut oder dann halt irgendwie per Alakart wenn es jetzt keine fünftziger Truppe ist das ist ja mal logisch Genau, das muss dann immer anders geregelt werden.

00:39:28: Aber es wird eigentlich mal ganz gut angenommen.

00:39:30: Ihr habt das eingeführt jetzt, dass neben einer hemischen Auguste von außerhalb sich zu bestimmten Terminen zum Lühner Kneipenabend treffen?

00:39:42: Setzt ihr damit so ein bewusstes Zeichen auch um dieses Kneippensterben ein bisschen entgegenzuwirken?

00:39:50: oder wie hat sie das ergeben?

00:39:52: Das ist tatsächlich etwas was hier durch den Lünner Verein, dem HHGT dann auch.

00:40:02: zustande gekommen ist, dass die sich wirklich auch mit den Lünnern in einer Gemeindefersammlung zusammengesetzt hatten und beschlossen hatten.

00:40:10: Dass sie eben dieses Kneipensterben was ja überall stattfindet, das sie dem so ein bisschen entgegenwirken wollen, dass eigentlich jeden Monat so einen Lünderkneippenabend stattfindets.

00:40:23: Und dass dann aber immer Reihe umgeht unter den jeweiligen Gastronomen vor Ort.

00:40:27: also Lüne ist ja schon ein bisschen Atypisch, also wir haben ja schon relativ viel gute Gastronomie hier vor Ort.

00:40:37: Was für so ein Örtchen das nur irgendwie so zweieinhalb Tausend Einwohner hat total Vieles und... Das

00:40:43: hat schon selten Lernswerte

00:40:44: stimmt?

00:40:44: Ja definitiv!

00:40:46: Da ist die Samtgemeinschpelle auch immer sehr stolz drauf genau und da wechseln wir uns dann einfach ab Und so kommt dann eben dieser Lünderkneipenabend auch zustande, was total cool ist.

00:41:00: Dass das von den Lündern irgendwie in Angriff genommen wurde und da steckt echt viel Arbeit hinterher, was die machen und versuchen für die Gemeinde zu organisieren.

00:41:09: Wir klingen uns erlediglich mit ein, dass wir ein paar Termine abgeben in den Topf reinwerfen und hin und wieder eine Zeit bei uns statt.

00:41:17: Aber natürlich sind an den Terminen immer alle Gäste willkommen.

00:41:21: aber es steht einfach im Vordergrund... dass man gemütliches Beisammensein hat mit einem leckeren Bierchen.

00:41:30: Dass man einfach zusammenkommt und miteinander spricht, dieses gemütliche Kneipendasein wieder ein bisschen hervorgeholt wird.

00:41:43: Das es am Leben bleibt?

00:41:45: In diesem Sinne sage ich vielen Dank für das Gespräch und Prost!

00:41:52: Seinen Wissensdurst zum Bier brauen, kann man auf der Internetseite landhaus-brauerei.de stillen.

00:41:58: Dort finden sich auch die Hinweise auf die vielen Events im Jahresverlauf und die angebotenen Aktivitäten wie zB das erwähnte Brausiminar.

00:42:07: Und um den Durst nach einem frisch gezapften Emsländerbier zu stillen ist der Besuch in dem Familienbetrieb einen Muss.

00:42:14: Ich wünsche euch viel Spaß im Lünne und Prost!

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