Emslandmuseum Schloss Clemenswerth | mit Dr. Christiane Kuhlmann
Shownotes
Christiane Kuhlmann hat im September 2025 die Leitung vom Emslandmuseum Schloss Clemenswerth in Sögel übernommen. Im Zentralpavillon des Schlosses unterhält sich die gebürtige Essenerin mit Martina Alfers über die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen rund um die barocke Jagdsternanlage auf dem Hümmling. Neben einem Blick hinter die Kulissen werden die Bildungs- und Vermittlungsangebote des Museums sowie die Verbindung von Tradition und Moderne bei Ausstellungen und Events thematisiert.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Und welche Events im Jahresverlauf sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen?
00:00:05: Gar keins.
00:00:07: Alles mitnehmen!
00:00:19: Christiane Kuhlmann hat im September, die Leitung vom Emsland Museum Schloss Klebenswert in Sögel übernommen.
00:00:26: Im Zentralpavillon des Schlosses unterhalten wir uns bei den vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen rund um die Barocker Jagdsternanlage auf dem Hümmling.
00:00:34: Wir gewähren Einblicke auf die Arbeit hinter den Kulissen, damit die zahlreichen Besucher auf dem Hümling eine schöne Zeit verbringen.
00:00:41: Und wir thematisieren die Bildungs- und Vermittlungsangebote des Museums sowie die Verbindung von Traditionen und Moderne bei Ausstellungen und Events.
00:00:49: Viel Spaß bei unserer kleinen Zeitreise!
00:01:11: Bis nach Sögel.
00:01:13: Was hat dich persönlich am Schloss Klebenswert und am Amstern fasziniert, dass du dir überlegt hast Mensch ich übernehme die Museumsleitung?
00:01:22: Ich habe zuletzt das ist richtig also ich habe viele Stationen in Europa nicht nur bereist sondern einfach auch war dort tätig.
00:01:34: und eben zuletzt hab ich für die Heidi Horton Collection in Wien gearbeitet.
00:01:38: Das war es ein neues Privatmuseum Und es hat sich etwas innerhalb dieser Museumsstruktur verändert, sodass ich gedacht habe, ja, ich schaue mich jetzt nochmal um.
00:01:52: Was gibt es denn eigentlich außerhalb Wiens?
00:01:57: Das ist natürlich ein großer Radius.
00:01:58: also die Distanz zwischen Wien und Sögel ist ungefähr tausend Kilometer wenn nicht noch mehr.
00:02:07: Man begibt sich auf so eine Suche wo man denkt Passt das zu mir, passt es nicht zu mir?
00:02:13: Was will ich überhaupt
00:02:14: machen?".
00:02:15: Du hast ja charmanterweise nicht gesagt, dass ich jetzt auch nicht mehr die jüngste Person in der Museumslandschaft bin.
00:02:24: Aber ich habe halt gedacht, ich möchte gerne nochmal was Neues anfangen und bin dann bei dieser Recherche ... Ja, die war gar nicht zeitlich jetzt irgendwie begrenzt.
00:02:36: Sondern ich hab gedacht so was kann ich machen?
00:02:38: Was möchte ich machen, möchte gerne noch etwas Neues mal anfangen oder in die Hand nehmen und auch irgendwo weiterführen.
00:02:47: Und ich bin auf das... Auf die Stellenausschreibung, auf den gängigen Plattformen unterwegs gewesen und ich bin bestimmt dreimal wenn ich viermal aus versehen Emsland Museum Schloss Wilhelm Clemens Wert gestoßen und habe immer vorne im Titel gelesen, was ist das denn?
00:03:08: Und danach glatt.
00:03:09: Ah, hab ich ja schon gesehen!
00:03:11: Und es war mit der Stellenausschreibung oder den Aufgaben, die damit verbunden waren.
00:03:17: Das hat mich interessiert!
00:03:19: Es geht um ein neues Museumskonzept.
00:03:21: Es geht darum zu schauen wie man hier in die Zukunft arbeiten kann.
00:03:28: Den Ort selber – das ist ja auch immer noch unser Image von der Webseite und es ist tatsächlich auch von Schlauen so angelegt versteht, was klemmenswert ist wenn man von oben schaut.
00:03:45: Ja, das stimmt.
00:03:46: Dass man so einen Rundumblick hat und ich hatte von der Perspektive Wien aus immer das Gefühl ... Ich schaff das gar nicht diese Vogelperspektive zu verlassen weil ich gar nicht genau wusste, was ist das hier?
00:04:00: Hat das eine Sammlung?
00:04:02: Wie wird hier gearbeitet?
00:04:04: Und dann habe ich mich beworben eigentlich mit dem mit dem T-Nur.
00:04:11: Ich weiß nicht, wer ihr seid?
00:04:13: Ich kann euch nur sagen was ich bin und was ich
00:04:17: kann.".
00:04:18: Und ja dann hat die Sache ihren Lauf genommen und mir ist dann aufgefallen.
00:04:23: Ich kannte den Ort schon aber das ist schon ein bisschen her.
00:04:29: Ich habe Freunde in der Grafschaft und dadurch war ich tatsächlich ... Aber das ist in den Neunzigern gewesen.
00:04:37: Schon mal da!
00:04:39: hatte sich irgendwie nicht immer im Kopf irgendwie so verankert.
00:04:42: Ja, und als ich bin jetzt ungefähr zwei Jahre da und werde immer wieder gefragt wie kommt man denn von Wien aus ins Emsland oder nach Sögel?
00:04:55: Und meine Antwort ist immer dass man in den Zeiten Clemens August also unseres Gründers, unseres Bauherren das nie gefragt worden wäre weil natürlich ganz europäischer Ort hier ist.
00:05:10: Wir haben französische Vorbilder, der Clemens August war der Hochmeister des deutschen Ordens und der Hauptsitz ist heute in der Singerstraße, in Wien.
00:05:24: Also es
00:05:25: gibt Verwindung
00:05:26: wieder!
00:05:27: Ja und er war auch ... hat natürlich auch den deutschen Kaiser gekrönt, also auf den Habsburger Throm gehoben seinen Bruder.
00:05:40: Es war immer ein europäischer Ort.
00:05:43: Und deswegen wäre man, sagen wir mal im achtzehnten Jahrhundert nicht gefragt worden wie... Vielleicht schon, wie kommst du hierhin?
00:05:53: Aber da meint man die Reise vielleicht mit und nicht die Intention.
00:05:58: Und was schätzt Du am Emsland beziehungsweise am Hümling und wie bist Du vor allen Dingen von den Einheimischen aufgenommen worden?
00:06:06: Also was ich wirklich kenne... also erstens war ich sagen wir mal überrascht, wie groß das Emsland ist.
00:06:15: Ich hab mir dass es ist ja vor allem lang wenn wir das mal so sagen.
00:06:20: Und ich habe anfangs in Lingen gewohnt, jetzt bin ich nach Sögel gezogen um meine Alltagswege zu verkürzen und der Hümling unterscheidet sich ja schon sehr von von dem Bild, was man sonst vom Emsland hat.
00:06:43: Also auch die ganze Industrialisierungsphase, Emslands Plan, Technisierung – das sind Auswirkungen, die sich natürlich hier im Hümling niedergeschrieben haben und die man so sieht.
00:06:59: aber wenn wir jetzt in unserem wunderschönen Zentralpavilion sitzt dann versteht man so ein bisschen, warum Clemens Wert genau hier entstanden ist und nicht drei Kilometer weiter links oder rechts.
00:07:17: Weil wir ... Man muss sich vorstellen, wir sitzen hier auf einem Lehmhügel.
00:07:21: also wenn irgendwas hügelig ist, dann ist es vielleicht der Hümling?
00:07:26: Auf jeden Fall ja.
00:07:27: Und ansonsten ist im Emsland alles geradeaus und grade und eben Das muss man schon sagen, ich finde das sehr schön.
00:07:39: Es gibt Kurven und es gibt leichte Hügel.
00:07:43: also es ist eine vielfältige Landschaft die sieht anders aus als vielleicht alles was Richtung zur Ems rüber geht oder eben in den wirklichen Moor-Regionen und es ist vielfaltiger.
00:07:59: Und das ist etwas, wo ich denke.
00:08:02: Das spürt man direkt und wenn ich morgens hier hinkomme oder wenn ich abends – meistens bin ich die Letzte, die hier geht – so die Türen wieder zu mache, denke ich so, ach, ist das schön!
00:08:13: Also es ist ein unglaublich schöner Ort.
00:08:16: Es ist für mich auch ein Privileg hier zu arbeiten Und aber man muss natürlich auch sagen, man muss sich viel erarbeiten.
00:08:27: Weil du hast vorhin gefragt wie ich hier so angekommen bin oder und das hängt natürlich auch mit meiner Aufgabe zusammen.
00:08:36: also Ich habe das vorher kurz skizziert wo wir stehen.
00:08:41: Also Wir sind wirklich.
00:08:42: es gibt ja So Modewörter Chains Prozess zum Beispiel.
00:08:48: Ja Prozess sind wir gerade auch, weil die nicht nur... Wir haben so eine Art von Dreiklang auf den wir achten müssen.
00:09:02: Wir müssen die Gebäude neu betrachten unter denkmalpflegerischer Hinsicht.
00:09:08: Wir haben aber auch diesen Waldpark der zweiundvierzig Hektar groß ist und der unsere große Aufmerksamkeit braucht Und man kann sagen, dass wir ... Wir sind Denkmal was die Architektur angeht.
00:09:26: Wir sind denkmal was den Naturpark angeht und man muss das kennt jeder Gärtner oder der schon mal irgendwo etwas mit Pflege zu tun hatte Das wächst einem wenn man nicht aufpasst über den Kopf.
00:09:45: Und wir haben ja – das war auch so etwas, was ich gelernt habe.
00:09:50: Ich hab mir gedacht, das ist alles schon da gewesen und man hat die Achsen und die Alleen mehr oder weniger rausgeschält als wenn man ein Wald gehabt hätte.
00:10:04: Nein, das war andersherum.
00:10:07: Das ist praktisch hier auch Heidelandschaft gewesen und alles ich sage immer bis auf den letzten Grashalm ist gestaltet worden und dann gewachsen.
00:10:18: Und man muss schon darauf achten dass wenn man auch diese Verantwortung hat und diesen Park als Teil der Gesamtkonzeption sieht dann muss es auch so funktionieren und sichtbar bleiben.
00:10:34: Das heißt, invasive Pflanzen gehören hier nicht hin.
00:10:40: die Bäume müssen auf einen bestimmten Schnitt haben manche sind nicht mehr Gut und sind in die Jahre gekommen.
00:10:48: Diese riesigen Alleebäume kippen auch mal, weil das Klima hat sich verändert und der Boden ist anders geworden.
00:10:58: also wir haben vor ein paar Monaten mit einer riesigen Drohne, die es glaube ich so zehn Kilo schwer gewesen praktisch ein ganzes Screening dieses Parks gemacht um daraus zu lernen, wie geht es uns denn auch?
00:11:15: Und man muss auch sagen dass sich über die letzten Jahre natürlich auch so etwas wie Gewohnheiten im Park eingeschliffen hat.
00:11:27: Also der Hundebesitzer geht einfach immer auf seinen Trampelfaden ob sie jetzt da sind oder nicht und das schreibt sich in eine Landschaft ein.
00:11:38: Das sind Dinge die wir jetzt neu angehen müssen.
00:11:42: Und ich bin auch ganz froh, dass so gute Kollegen bei uns in der Abteilung – also wir gehören ja zum Landkreis – und da ist auch die untere Denkmalbehörde angesiedelt.
00:11:57: Wir gehen das gemeinsam an weil das Museum eben Teil dieses Gesamtkonzeptes ist.
00:12:09: Das ist, glaube ich vielleicht um nochmal auf diesen Punkt zu kommen.
00:12:13: Wie ist man hier angekommen?
00:12:14: Also in Wahrheit ist wenn man von Sögel ausschaut dann ist das der schöne Vorgarten der Sögler die haben.
00:12:25: Wenn hier die Museumstüren schließen, ist das der Spazierweg und der große Spielplatz.
00:12:33: Und was auch gut ist – das ist genauso gedacht!
00:12:38: Wir sind ja nicht wie sagen wir mal der Jean-Dame Luxembourg, der Schließzeiten hat oder einfach einen Zaun drum hat sondern wir sind offen für die Leute, Zeit verbringen wollen, spazieren gehen wollen, Sport machen.
00:12:56: Also es ist ja sehr vielfältig diese Parklandschaft.
00:13:00: und aber wir müssen natürlich auch trotzdem im Blick behalten dass das, dass wir Pflege- und Sorgfalt an erster Stelle haben Und da arbeiten wir dran Wir haben jetzt zum Beispiel Das finde ich sehr schön legt, dass wir es sichtbarer machen müssen.
00:13:25: Dass wir einfach als Gesamtkonzeptmuseum sind also inklusive Kapelle und Kloster auch.
00:13:34: Wir haben unser Logo ein bisschen abgedatet wo man sagen kann wir haben dieses Museum Emsand Museum so ein bisschen an erste Stelle gestellt ohne dass wir jetzt sagen, wir schmälern diesen Aspekt Clemens Wert oder Schloss.
00:13:54: Also wir sind froh, dass unser größtes schönstes wertvollstes tollstes Exponat das Schloss- oder dieser Zentralparvolution selber ist!
00:14:06: Ich bezeichne das immer... Das ist unsere Dauerausstellung.
00:14:09: also wenn man musial denkt dann kann man hier immer Kunst sehen.
00:14:13: Und während wir in unseren Wechsel-Ausstellungen auch Pausen haben, Umbaupausen dann ist der Pavillon Clement August einfach zu.
00:14:24: Was macht denn für dich dann das Amsterdam Museum oder das Schloss Clemens wird?
00:14:29: Einzigartig!
00:14:31: Abgesehen jetzt von der Bauweise...
00:14:36: Ich fühle mich einzigartig, also als Museum.
00:14:39: Man muss sehen uns gibt es jetzt seit neunzigzehn und siebzig.
00:14:43: Also wir sind jetzt vierundfünfzig Jahre alt Und Es ist als Konzept angelegt und das finde ich großartig.
00:14:54: Das ist auch was so eine super Aufgabe ist.
00:14:58: Es ist in der Inni seit dem Beginn an immer so gearbeitet worden dass man sagt man bewahrt diesen barocken Gesamteindruck.
00:15:10: Die Aufgabe von Eckhard Wagner, also dem Museumsgründer war eigentlich immer zu gucken dass wir die Einrichtung stückarbeiten.
00:15:24: Also dieser Eindruck wie hat das Barocke funktioniert?
00:15:31: Das Mobile-Jahr, die Bespannung der Wände.
00:15:35: Also er hat sehr daran gearbeitet praktisch Barock sichtbar zu erhalten und gleichzeitig hat er aber immer zeitgenössisch gearbeitet.
00:15:46: Er hat also in two seventy dieses Format Forum Form Climents Wert entwickelt.
00:15:52: das waren bei ihm immer Doppelausstellungen wo es um Keramik und Grafik ging damit zu tun, was hier auch vorhanden ist.
00:16:03: Keramik – das war eine Anbindung an das, was das Kliemenswetterjagd-Servis, die kurkölnischen Servise, also etwas ist, was schon seit seinem Obersprung einen Platz hat aber eben ins Zeitgenössische gedreht oder zum Beispiel internationale Positionen sichtbar zu machen.
00:16:28: Außer europäische, vor allem asiatische.
00:16:32: also wir sitzen jetzt gerade hier ja im Pavillon und dort vorne ist das chinesische beziehungsweise Asiatische Kabinett und wir haben schon Anfang der achtziger Jahre die japanische Künstlerin Tokushinoda ausgestellt.
00:16:49: Also das hat immer miteinander ein Bezug gehabt Und das ist etwas, was eine unglaublich gute und herausfordernde Vorlage für mich ist.
00:17:01: Und so möchte ich auch ganz gerne weiterarbeiten.
00:17:03: also wir haben aktuell ja noch ne Ausstellung die heißt Metamorphosen und wo wir als Ursprünger oder aus Als Ausgangspunkt dass Meister Porzellanen das kurkölnische Porzellen nehmen schon immer hier haben, was in unserer Dauerausstellung ist und was wir jetzt mal in einen Pavillon weitergerückt haben und geschaut haben.
00:17:32: Was gibt es denn dafür Vorbilder?
00:17:34: Und sind auf Sibylle von Merian gestoßen die schon hundert Jahre vor den Meißnern die Recherchen zu Insekten und Pflanzen gemacht hat.
00:17:46: Die kommt aus der Frankfurter Familie, Merian also dieser Verlegerfamilie ist dann nach Amsterdam gegangen und ist nach Syrienam gereist um zu sehen wie Schmetterlinge sonstige.
00:17:59: Also den Weg der Schmetternlinge praktisch verfolgt Und das sind die Vorbilder für diesen Dekor dieses reiche Dekorbild Porzellane und haben dann zwei zeitgenössische Künstlerinnen eingeladen, die darauf reflektieren.
00:18:18: Einmal die Son格 Marx, die auch hier in der Sammlung ist und Jus van der Plaas, die eben die Meriamwege wiederum weitergeführt
00:18:28: hat.".
00:18:29: Also wir stellen eigentlich unsere Sammlung neu vor und so wird auch die nächste Ausstellung, da geht es um Geste und Kostüm.
00:18:43: Du kennst das sowieso aber unser Schloss ist ja jetzt nicht mehr so eingerichtet wie's vielleicht... im achtzehnten Jahrhundert war.
00:18:54: Das war auch so prächtig, wie es ist trotzdem ein Nutzgebäude.
00:18:58: Hier gibt's Schlafkammern hier wird das Essen durch die Anrichter gebracht, hier wurde gefeiert, getanzt, Gäste empfangen und wir haben aber eine Einrichtung, dass ist wenn wir sagen wollen ne Interpretation des Museums Gründers.
00:19:20: Also seit neunzehundseviel hängen hier bestimmte Rollenporträts unseres Gründer Clemens August und die erzählen uns natürlich wie sah der aus, was hatte er?
00:19:33: Wie sieht der Bischof aus, wie sieht der Hochmeister des Deutschordens aus?
00:19:38: Und aber um vielleicht auch mal zu sehen, wie geht es diesen Bildern?
00:19:44: Oder wie gut oder wie schlecht sind sie.
00:19:48: Also halten unsere Gemälde mit denen wir ja unsere Geschichte aufhängen, halten die eine weiße Wand aus.
00:19:56: Weil die sind jetzt in diesem Gesamtkonzept Also eingebunden in die schönen Seitentapeten, wir nehmen sie einfach mal von der Wand und nehmen hängen die an die weiße Wand im Ausstellungspavilion.
00:20:13: Und haben dazu eingeladen einen wunderbaren Sammler, der jetzt in Hamburg lebt aber übrigens auch dessen Familie vom Hümling kommt und das schon seit über forty-fünf Jahren.
00:20:29: Kupferstiche von Claude Mellon sammelt.
00:20:33: Und Claude Millon war der Zeichner und die Gesellschaft, die Exponenten oder die wichtigen Leute am Hof für Ludwig XIV porträtiert hat.
00:20:49: Also wir gehen an die Wurzeln sozusagen weil Clemens August sich natürlich auf diesen Sonnenkönig bezieht.
00:20:59: Und er hat ja nicht umsonst diesen Namen der Sonnenkönig vom Rhein, also er hat sich schon auch diese Ekonografie zugelegt und wir haben gleichzeitig Thorsten Brinkmann das ist ein zeitgenössischer Künstler aus Hamburg eingeladen, der genau an dieser Stelle arbeitet.
00:21:25: Porträt ist eigentlich neu interpretiert, nur er ... Es sind überspitzte, also in der Materialität sind es großformatige Fotografien.
00:21:36: Aber er stellt Kostüm und Geste nach... Also das ist ein ganz spannendes modernes, moderne Auffassung Und die werden also in Beziehung zu gesetzt und auch an die Lehrstellen, die dann in der Zeit von September bis Dezember hier sind die Lehrstellen im Schloss füllen, aber eben auch im Ausstellungsgebäude zu sehen sein.
00:22:01: Und
00:22:01: so können die Besucher auf eine kleine Zeitreise gehen?
00:22:03: Absolut
00:22:04: und ich damit verändert sich der Eindruck hier im Zentralpavilion.
00:22:09: also man trifft nicht mehr die Person klemmens Auge sondern wir sehen ein Bild was vielleicht nur noch wie ein Symbol für diesen Herrschafts- Attitüden für die Coats, also dass man als Bischof eben einen roten Schal hat und das man irgendwie mit Fell besetzten Mantel hat.
00:22:36: Also man kann glaube ich bestimmte Dinge neu erkennen und es ist natürlich auch spannend wie sich unser Schloss verändert wenn wir jetzt mal zeitgenössisches Denken hier reinbringen.
00:22:54: Johann Konrad Schlaun, die im Gespräch erwähnten Namen sagen dir nichts?
00:22:58: Kurz für dich zur Erläutung ein paar Zahlen, Daten und Fakten zum Schloss Clemens Wert.
00:23:04: Es wurde in den Jahren in den Jahrhunderts siebzehntundertseinhalb bis siebzenahrzig nach Plänen des bekannten Barockarchitekten Johan Konrad-Schlaun errichtet.
00:23:13: Bauherr war der aus dem Hause Wittelsbach stammende Kurfürst und Erzbüscher von Köln, Clemens August.
00:23:19: Der lebte von siebzenthundert bis siebenhundertsechzig.
00:23:23: Nach dem Tod von Clemens August war sein Nachfolger Max Friedrich der Schlossherr von Clemenswert.
00:23:29: Die Anlage ging in den Besitz des Herzhochshauses Ahrenberg über.
00:23:34: Im Jahr nineteen-hundertsechzig konnte der damalige Landkreis Aschendorf Hümling das Schloss ankaufen und seit neunzehnund zwanzig ist Clemswert als Inzlandmuseum der Öffentlichkeit zugänglich.
00:23:46: Alles klar?
00:23:47: Dann geht's weiter!
00:23:51: Du hast vorhin den Klostergarten erwähnt und es gibt ja auch noch das Kapuzinerkloster hier, ist ja auch nochmal personell besetzt.
00:23:59: Wie funktioniert das so dem Museumsalltag mit dem Klosterleben zu vereinbaren?
00:24:05: Ich glaube wahnsinnig gut!
00:24:06: Also ich sage immer Ja, ich glaube tatsächlich sind meine liebsten Nachbarn Es leben jetzt leider nur noch drei Kapuzine hier aber wir sind in einem ganz ganz sehr guten Austausch miteinander.
00:24:24: Und hier findet ja jeden Tag auch eine Messe statt, also jeden Morgen um acht Uhr und am Sonntag um elf.
00:24:32: Das ist ... Also wird auch stark besucht und angenommen.
00:24:38: Ja!
00:24:39: Und jetzt letztes Wochenende hatten wir die Maria Himmelfahrts-Messe hier.
00:24:45: das ist natürlich auch seit an Beginn eigentlich, also eine Wallfahrtsmesse die seit dem achtzehnten Jahrhundert dann hier gefeiert wird.
00:24:58: und man muss auch sagen dass natürlich die Kapuziner sind viel eher da gewesen als wir.
00:25:02: Die sind die ersten Bewohner, also als das Kloster noch nicht fertig war haben sie im Pavillon Hildesheim, das ist nämlich der erste Pavillon, der fertiggestellt wurde gewohnt.
00:25:17: Die Kapelle ist immer offen bis abends, also sechs, sieben Uhr.
00:25:22: Die Besucher können da auch so rein.
00:25:25: Wir begleiten die Besucherinnen und Besucher in den Klostergarten weil das ist natürlich auch eine ganz wunderbare barocke Anlage.
00:25:34: aber da müssen wir ein bisschen auch die Hand drauf haben wir natürlich auch die geistliche Leben nicht stören wollen und deswegen gibt es da tatsächlichen Zaun.
00:25:47: Und wir haben Schlüssel, lassen die Besucher dort das besichtigen und nehmen sie wieder mit raus sozusagen.
00:25:56: Das ist ja ein bisschen erklärungsbedürftig?
00:25:58: Absolut!
00:25:58: Dass man noch ein
00:25:59: bisschen darauf eingehen
00:26:00: kann... Ja, und es ist aber auch so dass natürlich das auch ein unglaublich spannender Ort sozusagen von am Ende des Klostergartens liegt und so etwas wie der privatisteste Ort, wenn man das so sagen darf.
00:26:20: Das Kurfürsten oder das Bischofs gewesen ist.
00:26:25: dann greift er etwas auf Architektonisches was wir hier auch schon immer sehen nämlich die bayerische Route.
00:26:32: Das ganze Gebäude irgendwie gerade oder straight, sondern auch die Sockel der Säulen sind eine Raute.
00:26:42: Also er hat sich hier so ein bisschen so ein kleines bayerisches Refugium erhalten und das finde ich natürlich ganz schön spannend auch bei dem Denken dieser Gesamtkonzeption.
00:26:56: also man glaubt irgendwie vielleicht von außen weil es auch oft zu kommuniziert ist Nur ein Jagdschloss, aber es ist tatsächlich auch einen Ort der von Anbeginen.
00:27:08: Also wir haben ja eine Bauzeit die ist von siebzehnhundert, siebenund dreißig bis siebundvierzig.
00:27:18: das Kloster ist immer mitgedacht worden und es war immer auch Teil dieser Gesamtkonzeption Und als auch ein sakraler Ort, ein spiritueller Ort.
00:27:33: Ein Ort der dazu einlädt vielleicht auch über Naturschöpfung nachzudenken.
00:27:43: und das finde ich.
00:27:44: also für mich ist es nur eine Bereicherung.
00:27:48: und ja Anfang habe ich auch gedacht sind wir wer stört wehen?
00:27:56: Niemand stört, also wir sind kommen wahnsinnig gut miteinander aus.
00:28:02: Prima und was meinst
00:28:04: du?
00:28:06: welcher Pavillon begeistert die Besucher am ehesten oder überrascht sie?
00:28:12: Ich glaube natürlich jeder Besucher der von außen kommt muss natürlich hier in den Zentralpavillon gegangen sein.
00:28:21: Und das sind wirklich auch so Überraschungsmomente, dass liegt an der Architektur selber ... Es ist ja wie ein zauberhafter Pavillon, wenn man da in der Mitte des Raumes steht, dass die außenliegenden Pavillons unsichtbar werden.
00:28:38: Das ist durch diese Achsenverschiebung und auch durch die Spiegel die etwas reflektieren, von dem man manchmal gar nicht genau weiß.
00:28:49: Was zeigen sie auch?
00:28:51: Also es ist eine sehr verwirrende Anlage und ich habe auch immer wieder Leute, die sagen wo geht's denn jetzt zum Parkplatz, wo man dann denkt so okay also da lang vielleicht.
00:29:04: aber das weil alles gleich aussieht und Prinzip dieser schlaunschen Architektur, auch dieses Spiegel und diese Symmetrie.
00:29:19: Man muss es schon als Gesamtbild wahrnehmen und deswegen glaube ich man muss einmal rumgehen.
00:29:29: Die Besucher sind natürlich diejenigen, die immer wieder zu unseren Stammgästen kommen die sagen, ah das Schloss kenne ich schon.
00:29:40: Ich freue mich schon auf diese neue Ausstellung wo man sagen kann so habt ihr das Schlost noch nie oder den zentralen Pavillon noch nie gesehen.
00:29:48: also er ist wirklich teilt an dieser Ausstellung.
00:29:51: das haben wir noch nie gemacht und der Pavillon Climate August ist etwas der sich also immer wieder wandelt.
00:30:00: Aber überraschend sind zum Beispiel wirklich auch diese Einblicke, die man in bestimmte Details bekommt oder in Teile der Geschichte.
00:30:10: Also wir haben jetzt in Pavilion Köln – das ist praktisch auch an der Hauptallee gelegen – da ist neunzigdreiundachtzig der Keramikeller eingerichtet worden für die Studiokeramik und eine unserer wunderbaren Mitarbeiterinnen, Das Programm der Museologie bei uns durchlaufen hat diesen Ort neu gestaltet mit Dingen, die aus oder mit Objekten, Keramikobjekte die aus unserer Sammlung kommen.
00:30:46: Und das hat dann eine Korrespondenz mit den Sachen, die in dem Oberen im Erdgeschoss zu sehen sind – wo wir jetzt noch mal in Breite auch so etwas wie die Highlights unserer Sammlung zeigen.
00:30:59: Also man vermutet gar nicht, dass wir also wie viel wir besitzen oder wie viele die Sammlungen ausmachen und gerade diese ... ja, Straßburger Faiansten Teile dieses Kliemannswetterjagdservis, also vor ein paar Monaten waren hier Sammler aus New York.
00:31:23: extra deswegen angereist sind um unsere Schildkröte zu besichtigen, weil die nämlich auch ein Schild kröter haben.
00:31:31: Und das ist natürlich großartig und wir haben uns viel vorgenommen für die nächsten Jahre.
00:31:40: also wir werden jetzt eine neue Datenbank haben und wo wir auch unsere Sammlung über unsere Webseite erkennbar, sichtbar nachvollziehbar zu machen um eben auch überregional sichtba zu werden.
00:31:56: Und das sind so Ansatzpunkte wie wir weiter in die Zukunft blicken wollen.
00:32:02: und ich finde auch zum Beispiel Die Besucher sind auch immer wieder überrascht, wenn sie in den Pavillon Paderborn gehen.
00:32:13: und eben die Schlossküche, die ja schon gewaltig ist.
00:32:17: Also ... Und die hatten Echo!
00:32:22: Da kriegt man so ein bisschen so einen Gefühl für wie viele Leute hier gekocht werden musste, wenn hier in der Jagdzeit die Gesellschaft aufgelaufen ist?
00:32:32: Das war alles noch, sagen wir mal... ursprünglicher und auch handwerklicher.
00:32:36: Also es war ja wesentlich mehr Arbeit, wenn man das vergleichen würde mit heutiger Zeit.
00:32:42: Absolut!
00:32:42: Ja man sagt ja immer das sagen wir mal die Reise von Köln oder Bonnen also Hauptwohnsitz und Residenz des Kurfürsten drei Tage Reisezeit über Stock und Stein.
00:32:57: Wir haben auch bestimmte Führungen, die wir immer anbieten wo wir vielleicht genau auf solche Aspekte mal eingehen also Reisen im achtzehnten Jahrhundert.
00:33:06: Und Pavillon Paderborn ist auch die Architekturgeschichte besonders nochmal dargestellt wo man zum Beispiel mal Kutschenrad drehen kann, was auf so einem sandigen Boden steht.
00:33:26: Also da merkt man schon, ui, das war nicht so leicht wie heute, ne?
00:33:31: Das glaube ich!
00:33:32: Mit welchen Angeboten lockt ihr die Besucher darüber hinaus also neben den Ausstellungen ins Schloss denn ihr macht ja auch viele Museumsbildungsangebote.
00:33:45: wenn ich mal formulieren
00:33:46: Ja.
00:33:47: Da
00:33:47: lasst ihr euch eine ganze Menge eindefallen?
00:33:50: Ich glaube, das ist auch ganz wichtig, dass wir erstens immer wieder neu definieren und mit den zugeschnitten auf die entsprechenden Ausstellungen oder was gerade neu ist.
00:34:07: Wir haben natürlich die Standardangebote, Museum hat mit Führungen in unterschiedlichen Längen oder zu bestimmten Fachthemen.
00:34:16: Aber ein Beispiel ist jetzt auch, dass wir im Rahmen der Metamorphosen-Ausstellung einen neuen Museumsgarten angelegt haben.
00:34:25: Das war früher praktisch der Gemüsegarten unseres ersten Museumsdirektors.
00:34:32: Der wohnte ja in dem Vorderhaus von Paderborn und hatte links neben seinem Haus einen Eigentlich, ich glaube im Küchengarten und so ein bisschen ... Ich glaube da stand auch noch Hollywood Schaukel.
00:34:45: Kann ich mir vorstellen?
00:34:46: Und die hätte ich eigentlich auch gerne!
00:34:51: Da haben wir den Garten neu angelegt mit dem Nabu- und der Nahjuh von Sögelwerte und haben dort einen Insektenhotel aufgestellt.
00:35:07: Wir haben aber etwas auch zur Abfallentsorgung dazu getan und wir haben speziell auch insektenliebende Pflanzen angebaut oder angesetzt zusammen mit dem NABU, da machen wir auch bieten wir auch Gespräche.
00:35:25: was muss ich machen im Garten?
00:35:27: also weil das unsere.
00:35:29: Eigentlich ist es unser Hauptinteresse, das selber auch zu haben und gleichzeitig nehmen wir die Besucherinnen mit, die dann sagen, dass sie mich interessiert.
00:35:39: Und wir machen Fledermausführungen zum Beispiel weil wir haben ja auch... Es ist hier ja Naturschutzgebiet auch und wir haben jemanden der genau zu den etwas dunkleren Jahreszeiten dann auch sagt ich zeige euch mal wo welche Ich sag das so ein bisschen dispektilig, ficher irgendwie rumflattern.
00:36:03: Und also so etwas.
00:36:05: aber wir wollen uns auch so'n bisschen über unsere Standardangebote noch weiterentwickeln.
00:36:14: Wir werden jetzt in ganz absehbarer Zeit eine neue Kollegin bekommen die den Bereich Bildung und Vermittlung weiterentwicklt mehr Angebote auch machen, nicht nur für Schulklassen oder Kinder unter einst dreißig wie ich immer sage sondern eben auch für Erwachsene dass wir Dinge hier anbieten können um auch den Ort neu erfahren und erlebbar zu machen.
00:36:51: Gibt es dann Kooperation mit Vereinen?
00:36:54: Oder auch mit Schulen bzw Hochschulen?
00:36:57: Es gibt ja
00:36:57: eine unglaubliche Themenvielfalt, die man hier abdecken kann und die man auch sagen wir mal bearbeiten lassen kann.
00:37:05: Das ist noch so viel zu entdecken?
00:37:08: Absolut!
00:37:09: Gestern noch haben wir ein Bild im Depot gefunden wo gesagt, wo wir gedacht haben... Das habe ich ja noch nie gesehen.
00:37:15: Aber es liegt auch natürlich daran, dass es so viele Orte gibt wo was ist.
00:37:20: Wir haben feste Kooperationen mit Grundschulen aber eben auch dem Hümling-Gymnasium.
00:37:30: also in Wahrheit kann hier jede Klasse ob die jetzt Mathematik oder ... Die könnten ja mal ausrechnen wie wir in welchem Winkel unser Schloss verschoben ist zu den Pavillon, dass die unsichtbar sind.
00:37:45: Das weiß ich nämlich auch nicht.
00:37:47: Ich hätte das gerne.
00:37:49: und aber auch Musik zum Beispiel ist ein großes Thema bei uns.
00:37:54: also Wir haben hier an denen in den Gemälden über den Türen, den Supra Portes sind die vier Jahreszeiten zu sehen.
00:38:02: Und da könnte man natürlich was zu Vivaldi machen der diese Komposition, siebzehn fünfundzwanzig das ist dieselbe Zeit gemacht.
00:38:13: und wir haben zum Beispiel auch das Gymnasium.
00:38:17: Dammel kommt jedes Jahr also von Ja, also aus damit zu uns um ihre Barocktage hierzumachen.
00:38:28: Es gibt eine Schule die immer wieder kommt um zum Absolutismus hier zu lernen und zu sehen.
00:38:37: Und wir haben natürlich auch Wir strecken so ein bisschen unsere Fühler aus auch zu den umliegenden Vereinen.
00:38:46: im Winter haben wir mit den Hümlinger Heimatvereinen eine Ausstellung gestaltet, die hieß der Winterbruckzintit.
00:38:59: Und das war extrem herausfordernd weil mit diesem Schneefalltag – das war unser Eröffnungstag und wirklich der letzte Tag der Ausstellung war als wir den letzten Schneeflecken hier gesehen haben und es auch einmal warm wurde Und wir haben da über Winterbräuche hier auf dem Höhlenmilling gearbeitet und haben Neujahrskuchen gebacken, spezielle Musik gehört.
00:39:30: Wir machen jetzt bei unseren Veranstaltungen die im Rahmen der lang nach der Museen stattfindet zum zweiten Mal die Schlossfestspiele wo wir eben auch mit den örtlichen Musikgruppen arbeiten, also die Schule im Schloss wird bei uns auftreten genauso wie der Vocal Club.
00:39:55: Also das ist ein großer Chor, der von den Musiklehrern des Hymling Gymnasiums geleitet wird Christian Felden und wo hundert Frauen und Männer zusammen richtig, richtig voll singen und die treten bei uns auf.
00:40:12: oder wir arbeiten auch natürlich mit dem Tourismusverein hier zusammen.
00:40:16: Also es gibt viele Kooperationen, ich glaube aber dass wir gerade diese Frage nach Hochschulkorporationen nochmal verstärken müssen.
00:40:29: leider ist natürlich Kunstgeschichte was für uns ein Thema wäre nicht so ganz in der Nähe aber natürlich diese Fächer wie Gartenarchitektur, Landschaftspflege.
00:40:44: Aber eben vielleicht auch in Hildesheim gibt es den Fachbereich Restaurierung.
00:40:50: Auch da würde ich gerne, dass wir uns mit auseinandersetzen und vielleicht auch mal einladen.
00:40:59: Weil wir haben alle Materialien, die gefragt sind – auch Textil!
00:41:05: Das glaubt man ja gar nicht.
00:41:07: also was man da auch beachten muss und das ist nicht so einfach dann.
00:41:28: Welche Rolle spielt bei euch die Digitalisierung oder die Visualisierung von Elementen?
00:41:36: Wir stehen ungefähr am Anfang.
00:41:41: Immerhin ein Anfang.
00:41:42: Ja,
00:41:42: wir haben jetzt tatsächlich ... Wir steigen gerade um auf einen neuen Datenbank-System.
00:41:49: Das ist hier in Niedersachsen für alle Kulturinstitutionen kostenfrei zu nutzen.
00:41:55: Das sind die Datenbank CUNY Web, die ist entwickelt worden im Göttingen bei der Uni war ursprünglich mal ein Tool für Bibliothekswesen und ist aber jetzt praktisch eine Kunstdatenbank.
00:42:10: Und das Tolle an dieser Datenbank ist auch, dass die natürlich, dass sie webbasiert ist und dass die auch in unseren anderen Standorten praktisch nutzbar ist.
00:42:22: Wir müssen auch – und in dem Zug fangen wir jetzt an – die Objektfotografie.
00:42:30: neu aufzunehmen.
00:42:32: Und man ist in einem Verbund praktisch den von allen Usern dieses CUNYwebs, wo man auch Teile der Sammlung einstellen kann und CUNyWeb selber ist nochmal Teil der Europ ... also so einem europäischen Datenbank verbunden, wo wir halt zum Beispiel auch in Brüssel sehen können.
00:42:56: Also Ich glaube, dass dieses digitale und unheimliches Potenzial hat und noch gar nicht so genutzt wurde bei uns.
00:43:09: Weil wir natürlich – man muss sich vorstellen – alles auf Papier- und Analog haben jedes Ankaufspapier die Karteikarten, Herr Wagner war ein unglaublich guter Wissenschaftler.
00:43:26: Ich hätte das gerne alles jetzt schon digitalisiert.
00:43:29: Jetzt muss ich immer wissen, was ich suche und kann nicht einfach vielleicht über KI generiert sagen.
00:43:38: irgendwie erzähl mir doch mal, was wir alle so haben zu... Zum Thema Textil zum Beispiel.
00:43:46: Und ja, also da ist ein ganz, ganz langer Weg vor uns und wir machen das step by step... Also ich hatte eben die Kollegin Veronica Rudingstorfer genannt, die den Keramikeller jetzt neu entwickelt und ausgestellt hat und die übernimmt jetzt als erstes Modul erarbeitet, die praktisch diese Studio Keramik, die dann als erster Bereich praktisch auch neu aufgenommen wird und auch fotografiert wird.
00:44:20: Was würdest du sagen?
00:44:21: Was ist gerade so oder für die nächsten Jahre die größte Herausforderung?
00:44:26: Wo besteht der Sperrgaard zwischen Altem- und Neuem was ihr schaffen wollt?
00:44:31: Ich glaube wir müssen... das ist etwas was ich sehr nach vorne gestellt habe oder mir sehr wichtig ist, wir sind als Institutionenmuseum-Gastgeber.
00:44:46: Wir wollen unsere Türen öffnen also das Schloss vielleicht nochmal auch anders erzählen als es bislang in den letzten ich sage mal zwanzig Jahren gewesen ist dass man immer sagt Es findet irgendetwas statt vor einer barocken Kulisse.
00:45:06: Ich möchte gern, dass wir hinter die Kulissen gucken können um auch zu wissen wo wir herkommen um dann entscheiden zu können wohin wir uns bewegen.
00:45:17: und wir haben natürlich eine.
00:45:19: Ich sage, wir sind nicht in der Metropole.
00:45:22: Das ganze Emsland ist nicht irgendwo eine Metropolo, obwohl es natürlich größere Ballungszentren gibt.
00:45:30: Wir sind so ein bisschen am Rand.
00:45:31: das ist aber genauso gut wie schlecht.
00:45:34: also dass hat auch dass die Leute bewusst zu uns kommen.
00:45:38: Aber diese Gastgeberqualität da müssen wir uns wirklich verbessern.
00:45:44: Wir haben leider ja seit im dritten Jahr jetzt keine Gastronomie bei uns am Standort, weil wir durch restauratorische Sanierungsbaumaßnahmen diesen angestammten Ort des Restaurants nicht mehr nutzen können.
00:46:02: Wir suchen jetzt Alternativen und haben jetzt auch darüber schon nachgedacht wo der andere Standort ist für mich ganz, ganz wichtig.
00:46:12: Das hat wirklich Priorität dass die Leute einen, ich sag mal so ein rundum Besuch bei uns erreichen können.
00:46:21: also das sie ja.
00:46:24: die Aufenthaltsqualität muss sich auch danach richten dass die leute kommen vielleicht mit dem Fahrrad hier hin.
00:46:32: was wir seit letztem Jahr haben sind jetzt unsere Aufladesäulen für die E-Bikes, was ich super finde.
00:46:40: Also wenn man eine lange Tour hat das man mal zwischenladen kann aber natürlich wäre gerade an.
00:46:47: wir haben einen super heißen Sommer gehabt und ich hoffe auch noch nicht dass der vorbei ist Aber dass man da auch mal was Kaltes trinken kann und sich ausruhen kann.
00:46:58: Und man muss nicht immer nur Bildung nach vorne setzen, sondern man kann eben auch dieses Verweilen wie du sagst.
00:47:06: also dass man einen schönen Blick hat hier auf unsere Anlage.
00:47:10: das finde ich einfach ganz ganz wichtig und das für alle Altersgruppen auch.
00:47:15: Eben, genau!
00:47:17: Und welche Events im Jahresverlauf sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen?
00:47:22: Gar keins.
00:47:25: Alles mitnehmen.
00:47:27: Wir haben natürlich wirklich klassisch jetzt ist so diese Zeit... Ende August, September.
00:47:34: Da passiert bei uns ganz viel.
00:47:36: also wir haben natürlich die lange Nacht der Museen das habe ich schon haben wir eben schon erwähnt aber das ist eigentlich ja auch unser angestammter Zeitpunkt wo Schloss zauber und jetzt mit dem zweiten Jahr die Schlossfestspiele, die wir entwickeln.
00:47:55: Also wo bei uns der Garten und die Veranstaltungen stattfinden.
00:48:00: aber eben auch am ersten Sonntag im September findet hier der Falkner Tag statt, wo natürlich die Falkna Jagd vorgestellt wird, die auch ja eine höfische Jagd war.
00:48:14: das sieht man oder das lernt man bei uns in der Dauerausstellung Hildesheim echte Vögel im Flug zu sehen oder auch aus der Nähe und da kommt das Falkner Mobil, die Leute können halt auch wirklich ganz hautnah Fragen stellen.
00:48:33: Und vielleicht sich auch mal diesen Raubvögeln ein bisschen gefahrlos nähern?
00:48:40: Das finde ich irgendwie ganz wichtig!
00:48:42: Wir haben natürlich jetzt zum Beispiel am Tag des offenen Denkmals ein wichtiger Punkt.
00:48:51: Wir machen Baustellen, wir eröffnen und wir machen die offene Baustelle.
00:48:56: also man kann bei uns das was bei uns schwierig ist ich sage mal diese Situation vorhin angesprochen habe, der feuchte Keller des Schlosskeller.
00:49:08: Warum ist das so?
00:49:09: Was ist die Besonderheit?
00:49:10: Das wollen wir sichtbar machen und da können die Leute kommen und auch mal sich selber ein Bild machen am Tag des offenen Denkmals aber eben auch seit ich glaube seit Mitte der fünftiger Jahre findet hier am letzten Sonntag im September Die sogenannte Schleppjagdstadt, der Reit- und Fahrverein hier in Sögel bei uns auf dem Gelände veranstaltet.
00:49:37: Erst eine Hubertus-Messe und dann diese Sportversion der Parforsjagde muss man sagen es ist wirklich ein Reitsport für Pferdundreiterinnen und das ist natürlich wirklich ein Spektakel muss man immer wieder statt und das ist auch gut so.
00:49:59: Und da freuen wir uns drüber, aber auch im Herbst muss man sagen Wir machen immer regelmäßig in den Herbstferien werden wir einen Workshop-Tag machen wo man Bastelangebote machen kann.
00:50:16: Wir werden aber auch ein Laternenumzug wie jedes Jahr übers Gelände machen So um die Martinszeit natürlich.
00:50:25: Und das Jahr endet fast mit dem Lichter-Zauber, so wie wir unseren Adventsmarkt seit letzten Jahren nennen, wo sowohl Markt als auch Kulturangebote hier ausgestellt gezeigt erlebbar sind.
00:50:49: Und wir wollen eben auch ein bisschen davon wegkommen, dass man diesen Saisoncharakter hier so gepflegt hat.
00:50:57: Es war bislang immer so das man mehr oder weniger im Ende Oktober die Schotten dichtgemacht hat.
00:51:06: Dann hat man nochmal irgendwie so einen Aufbäumen zum Adventsmarkt gehabt und dann ist man erst wieder vor Ostern, ist hier nichts passiert.
00:51:17: Ich sage immer, die Gebäude sind geheizt.
00:51:19: Wir sind auch da!
00:51:21: Man kann uns auch anfragen und besuchen und wir haben dann die Ausstellung... Die aktuellen Ausstellungen gehen dann bis Mitte Dezember.
00:51:32: Dann haben wir wie so eine kleine Winterpause, die von Mitte Dezember bis in den Januar geht und dass wir am Februar wirklich wieder für alle Leute sichtbar da sind und eine kleine Vorausstellung machen und dann vor Ostern mit der ersten großen Ausstellung eröffnen werden.
00:51:54: Es gibt ja immer einen guten Grund nach Sögel zu kommen?
00:51:57: Absolut, ja!
00:51:59: Ja, ja.
00:52:00: Und wir haben natürlich auch das muss man auch sagen es gibt eine lange Kooperation mit dem Kulturverein Clemens Wert also die auch immer Konzerte hier bei uns machen.
00:52:13: Das Musikfest Bremen ist bei uns zu Besuch und Es gibt eigentlich über das ganze Jahr Veranstaltungen.
00:52:22: Man kann das jetzt, wir haben jetzt gerade unseren neuen halb- jahres Programm rausgegeben aber man findet das auch immer über unsere Webseite die wir jetzt neu gestaltet haben wo man auch ein bisschen unsere neuen Farben sehen kann die sich so orientieren an unserem Gesamtanlage eben an den Linden und in Waldgrün Sandstein.
00:52:49: und also das sind so, wir wollen eigentlich ein bisschen dieses Zusammenspiel von Innen- und Außen-, von Architektur- und Wald sichtbar machen.
00:53:02: Und haben uns jetzt zum Motto für unsere Neugestaltung aufgegriffen.
00:53:08: Vielen Dank für das Gespräch.
00:53:11: Danke dir!
00:53:14: Alle Informationen für den Besuch vom Emsland Museum Schloss Klebenswert in Sögel gibt es auf www.klebenswerd.de.
00:53:20: Ein Blick auf die Webseite zwischendurch lohnt sich, um über die anstehenden Events Führung und Sonderaustellungen auf dem Laufenden zu bleiben.
00:53:27: Übrigens Für das schönste Fest im Leben eines Paares bietet Schloss klebenswirt einen ganz besonderen Rahmen.
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